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Nach einigen Läufen beim Coursingtraining hat auch Enyama die Plastikbüschel als Hasenersatz anerkannt. Danach war auch die Rennbahn interessant. Plötzlich ergab das Geschehen im Kreis ja einen Sinn: Da jagt man auch Plastikhasen! Nun lief er auch auf der Rennbahn. Nach ca. 8 bis 10 Läufen begriff Enyama auch, dass der Hase, anders als beim Coursing, immer die gleiche Strecke läuft. Hund muss also gar nicht in der Kurve immer ganz nach außen laufen, um zu kontrollieren, welchen Weg der Hase einschlägt. Im November 2004 war es dann soweit: Enyama bekam die Rennlizenz: Im milden Januar 2005 konnten wir schon wieder trainieren. Allerdings entwickelte er da plötzlich eine Abneigung gegen den Startkasten, bzw. gegen das Schließen des Startkastens. Daran arbeiteten wir dann aber fleißig. Aufgeregt und mit leicht gemischten Gefühlen fuhren wir dann zu unserem ersten Rennen nach Gelsenkirchen. Dies verknüpften wir mit einem Besuch meiner Mutter. Dadurch lohnte sich die weite Fahrt. Am Tag vor dem Rennen verletzte sich Enyama an einem Stacheldraht, aber der Bahntierarzt hatte keine Bedenken. Enyama anscheinend schon. Freudig erregt lief er noch auf dem Sattelplatz, denn er trug dort schon den Maulkorb. (Maulkorb bedeutet, dass es gleich ein Häschen zu fangen gibt.) Auch in den Startkasten ging er noch freiwillig. Aber nur so weit, dass das Hinterteil noch rausschaute. Mit Schieben und Drücken war er dann endlich drin, einschließlich Rute, die vorher immer rausschaute. Erleichtert wollte ich die Tür der Box zumachen als Enyama mit voller Kraft wieder rückwärts rausdrängte. Dabei hat er dann leider die Tür aus den Angeln gehoben. Die war nun nicht mehr zu gebrauchen. Der nette Starthelfer wollte sie dann nach dem wiederholten Einsetzen bereitwillig zuhalten. Das war nun wirklich zu viel für meinen armen Hund. Ein fremder Mann, der direkt hinter ihm steht und ihn mit in diese Box zwängen will. Alle anderen Hunde saßen derweil ja schon in den Boxen, während sich bei den Besitzern leichter Unmut ausbreitete. Mir war das natürlich hochnotpeinlich! Irgendwann war dann auch Enyama in der Startbox mit zugehaltener Tür. Ganz verzagt drehte er sich in der Box um und schaute mich mit großen Augen an. Während dann der Startkasten aufging und die anderen Hunde losstürmten, saß mein Hund immer noch da und schaute mich ganz verloren an. Ich ging dann um die Boxen herum, wodurch sich Enyama auch umdrehte, raussprang und nun doch noch den Hasen fangen wollte. Da war aber keiner mehr! Hase und Hunde waren schon weit hinter der Kurve aus seinem Blickfeld verschwunden. Ich rief ihn also ab, damit er nicht noch während des Laufs auf der Bahn im Weg stand. Somit beendeten wir unser erstes Rennen mit einer Disqualifikation. Nicht durchgelaufen ohne Grund. Aller Anfang ist eben schwer!!! Ohne Startschwierigkeiten bestritt Enyama die beiden nächsten Rennen und qualifizierte sich dadurch für das Weltsiegerrennen in Mlada Boleslav (CZ) 2005
In seiner ersten Rennsaison erreichte Enyama beim Weltsiegerrennen in Mlada Boleslav den dritten Platz. In beiden Vorläufen erreichte er jeweils den 2. Platz und qualifizierte sich für das Finale. Wie auch in den beiden Vorläufen hatte er den schlechtesten Start im Finallauf. Mit Herz und Ausdauer kämpfte er sich auf der Gegengeraden bis auf den 2. Platz vor. Unerfahren wie er auf der Rennbahn noch war, verlor er diese Position dann in der Kurve, die er wie immer weit außen lief und erreichte Platz 3. Wir sind sehr stolz, denn immerhin war das erst sein drittes Rennen überhaupt. |
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