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Erziehung?!
 

 

[In Bearbeitung]

 

Allen Warnungen und Unkenrufen zum Trotz

(Ein Azawakh??? Seid ihr verrückt???Holt euch doch einen normalen Hund!!!)

(Azawakh? Und dann auch noch einen Rüden???Also, wenn schon, dann doch höchstens eine Hündin.)

hat sich Enyama zu einem pflegeleichten, umgänglichen und immer gentlemanliken Hund entwickelt.

 

Mit noch zwei anderen Hunden im Haushalt, gestalteten sich Erziehungsaufgaben etwas schwierig. Schließlich folgten zwei Hunde schon dem Kommando und begriffen nicht wirklich, warum es dauernd wiederholt wurde. Ein Leben auf dem Dorf mit nicht nennenswertem Verkehr, Wald und Wiesen direkt hinterm Garten, lassen auch das Leinentraining allmählich verkümmern.

Um also ehrlich zu sein: Planvolle Erziehung hat nicht wirklich stattgefunden! Ich möchte nun nicht, dass das jemand als Richtlinie nimmt. Ich schildere einfach nur, wie es war. Erziehung hat anscheinend durch das Rudel und den Tagesablauf funktioniert. Vielleicht war es auch nur Azawakhanfängerglück. Oder die absolute Gelassenheit des Wolfs hat abgefärbt. Ich weiß es nicht. Tatsache ist, dass Enyama ein sehr harmoniebedürftiger Hund ist, den schon ein schräger Blick tief trifft. Daher versucht er immer, sein Verhalten anzupassen.

Enyama hat sich zu einem relativ unkomplizierten Begleiter entwickelt. Klar, er mag sich nicht von fremden Personen ansprechen oder anfassen lassen. Aber ich kann mit ihm z.B. über einen dicht gedrängten Flohmarkt gehen, ohne dass er panisch wird. Er begleitet uns an einen vollen Strand oder in ein Einkaufszentrum. ( Alle Lesern, denen diese Passagen etwas merkwürdig erscheinen, können unter Suche nach dem Standard des Azawakhs forschen, um etwas über das Verhalten dieser Rasse zu erfahren.)

Trotzdem er schon drei Mal beim Spaziergang von Rüden angegriffen wurde, reagiert er nicht aggressiv auf andere Rüden. Obwohl mehrfaches Nähen bei einem Angriff notwendig war. Er war zwar sehr erschüttert, aber nach einigen Wochen hatte er sich wieder gefasst. Somit gehen wir immer noch ohne Leine spazieren, denn Enyama hat zu seiner friedvollen Souveränität zurückgefunden.

Er ist stets ein angenehmer Begleiter, der nie auf die Idee käme, an der Leine zu ziehen. Na, ja, zugegeben, der Start beim Coursing oder auf der Rennbahn lässt ihn manchmal seine guten Manieren vergessen.